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 Damit soll, so Initiator Klaus Wissmann, Vorsitzender des Vereins Kreuzberg on KulTour, dem „dramatischen Mangel an Proberäumen und Spielstätten“ begegnet und „Hilfe zur Selbsthilfe“ angeboten werden.

 

 Zwar bietet Göttingen „überdurchschnittlich viele, von der Stadt geschaffene Proberäume“, gleichzeitig gebe es auch einen „weit überdurchschnittlichen“ Bedarf an solchen Räumen durch die „ungewöhnlichen“ vielen jungen Menschen in Göttingen mit „überdurchschnittlich hohen Kreativpotenzial“.

Wissmann: „So ist trotz der Bemühungen der Stadt ein ganz erheblicher Mangel an Räumen zur kulturellen Nutzung bekannt.“ Ein Mangel, der nicht nur Probe- und Unterrichtsräume umfasse, sondern auch Ateliers oder Räume für soziokulturelle Vereine.

Um seine Aussagen zu untermauern, hat Wissmann Daten und Schätzungen seines Vereins, der Musikschule Musikuss und Aussagen der Verwaltung aus 2013 zusammengefasst. Danach fehlten in Göttingen knapp 60 Räume zwischen 25 und 150 Quadratmetern. Hinzu kommen ein bis zwei Säle bis zu 300 Quadratmetern. Ebenso fehle ein Raum für Veranstaltungen zwischen 300 und 1000 Besuchern.

Eine Lösung, wie Teile des Raummangels beseitigt werden könnten, liefert Wissmann gleich mit und bringt erneut die ehemalige Voigtschule und benachbarte Baptistenkirche sowie deren Verkauf oder Vermietung an den Kulturverbund Göttingen ins Spiel.

„Ein seriöses Angebot des Kulturverbundes liegt bereits vor und würde zudem Geld in die kommunalen Kassen bringen.“ Der Haken: Der Rat der Stadt hat längst den Verkauf der beiden Gebäude in der Bürgerstraße an den Bielefelder Galeristen Natan Koch beschlossen. Ein Kaufvertrag ist allerdings noch nicht unterzeichnet.

Unterstützung bekommt Wissmann inzwischen vom Oberbürgermeisterkandidaten der SPD, Rolf-Georg Köhler. Er stellt fest: „Tatsächlich gibt es in Göttingen seit vielen Jahren einen dramatischen Mangel an solchen Spielstätten, so dass viele Bands, Gruppen und Orchester mittlerweile nach außerhalb ausweichen müssen, weil es in Göttingen einfach nicht genug geeignete Räumlichkeiten gibt.“

Göttingen brauche Dialoge zwischen Bürgern und der Politik, die Subkultur unbedingt Unterstützung.

Von Michael Brakemeier

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