„Der Eulenhof“ - Neuer Kulturtreffpunkt im Südharz

Das Stadtradio Göttingen berichtet in der Sendung "Aufgeweckt - Mehr am Morgen" neuen Kulturtreffpunkt im Südharz

Der komplette Bericht als mp3-Download
kulturtreffpunktsha-playout.mp3
MP3 Audio Datei 4.7 MB

Der „Eulenhof“ gehörte schon immer zu den markanten Stationen in Hörden. Früher brüteten auf dem ehemaligen Bauernhof in der Südharzgemeinde die Eulen. Jetzt sind es vor allem Musiker, Kleinkünstler und Theatermacher, die die historische Fachwerkkulisse schätzen. Nach der Restaurierung war im „Eulenhof“ zunächst nur ein Seminarzentrum geplant. Doch schon bald kam ein Café hinzu und nun auch eine Musikscheune. Tina Fibiger stellt Ihnen den neuen Kulturtreffpunkt im Südharz vor.

 

Text

Die Fachwerkkulisse des Eulenhofs birgt ein liebevoll restauriertes Innenleben. Mit dem alten Werkstatttresen, den historischen Fliesen und vielen historischen Requisiten. Eine unverputzte Hauswand von 1840 rahmt die Caféhausatmosphäre mit Blick auf den Garten und auf die Kleinkunstbühne, die schon einige Veranstaltungen erlebt hat, wie Eulenhof-Inhaber Jost Kreitz berichtet.

 

O-Ton 1, Jost Kreitz, 35 Sekunden

„Wir haben den Cafébereich durch zwei große Bleiverglasungen getrennt gehabt, die sich öffnen lassen. Das heißt, wir hatten die Möglichkeit, in der einen Ecke die Musiker zu platzieren und von zwei anderen Ecken heraus die Zuschauer. Wir haben also von Swingbands über Akustikmusik bis zu Ringelnatz-Veranstaltungen zum Beispiel ganz viele verschiedene Sachen schon gemacht. Und das Phänomen war bei der mexikanischen Band haben sie in dem einen Raum getanzt und im anderen haben sie ganz brav da gesessen und an ihrem Bierchen genippelt. Wir werden diese kleinen Veranstaltungen hier weiter machen und zusätzlich für größere Sachen eben auch die Musikscheune dann zur Verfügung haben.“

 

Text

Wo früher der bäuerliche Maschinenpark mit Pflug, Traktor und Mähdrescher untergebracht war, wurden im vergangenen Jahr bereits die ersten Dorffeste gefeiert. An eine Riesengaudi mit Blaskapelle erinnert sich Kreitz, bei der der ganze Ort mitgemacht habe und ihn auch ermunterte, mehr Veranstaltungen in der Scheune zu machen.

 

O-Ton 2, Jost Kreitz, 30 Sekunden

„Bisher hatte ich den Bereich so ein bisschen außen vor gelassen und dann habe ich zu meinem Geburtstag eine Band spielen lassen und ich habe gemerkt, das ist einfach klasse. Die Akustik ist super und habe durch einen guten Freund dann Klaus Wißmann kennen gelernt, der ja in Göttingen ganz viele kulturelle Veranstaltungen macht. Und Klaus hat gesagt: ´Lass uns diese Scheune zu einem kulturellen Ort für kleine Bands machen, für Acoustic Events und für kleine, feine, edle Sachen und natürlich auch Theatergruppen oder auch Varieté´. Also wir haben jetzt verschiedenste Möglichkeiten.“

 

Text

Die Musikscheune ist für 150 Besucher gedacht und atmet diese handwerkliche Sorgfalt, mit der der frühere Restaurator auch das bäuerliche Wohnhaus und den Biergarten ausgestattet hat. Die Backsteinwände wurden sandgestrahlt und geölt, damit der rustikale Stil auch mit der Bühne, der Lichtanlage und dem Soundequipment erhalten bleibt. Von phantastischen Möglichkeiten schwärmt Klaus Wißmann, der in Göttingen mit dem Verein „Kreuzberg on KulTour“ ständig auf der Suche nach neuen Konzertorten ist.

 

O-Ton 3, Klaus Wißmann, 32 Sekunden

„Hier sind wir dabei 'ne schöne Spielstätte aufzubauen, die sehr variabel ist und das können wir in jeder Größenordnung. Wir können also hier für 20 Leute was machen, was für eine kleine nette Lesung auch schön ist oder meinetwegen Lautenmusik oder wie auch immer. Wir können das erweitern über den Bereich des Cafés mit bis zu 40 Sitzplätzen. (¡K) Und das andere ist, dass wir durch diese fantastische Musikscheune jetzt eine größere Bühnenmöglichkeit haben, auf der eben dann auch Bands spielen können, wir müssen ein bisschen aufpassen mit der Lautstärke. Wir versuchen zur Zeit auch möglichst unplugged, also mit möglichst wenig oder nicht verstärkten Gruppen zu arbeiten und das funktioniert sehr gut.“

 

Text

Zwei Konzerte pro Monat wird es auf dem „Eulenhof“ künftig geben, jeweils am Freitagabend in der Musikscheune und auch weitere Gastspiele auf der Caféhausbühne. Für den 12. Juli plant Wißmann auch ein Musikfestival auf dem Open Air Gelände, für das er bei Regenwetter auch auf die Scheune ausweichen kann.

 

O-Ton 4, Klaus Wißmann, 18 Sekunden

„Es ist also, was den Eulenhof angeht, 'ne ganz schöne Ergänzung zu unseren Südniedersachsentouren. Kreuzberg on KulTour macht ja seit Jahren Buchungen, zum Beispiel Witzenhausen, Göttingen, Hann. Münden, Clausthal, jetzt auch Hörden. Das ist eine der Möglichkeiten, Künstler, die sonst für ein einzelnes Konzert nicht aus München kommen würden oder sowas, überhaupt hier in die Region kriegt.“

 

Text

Die Idee eines Seminarzentrums hat Eulenhof-Inhaber Jost Kreitz natürlich weiterhin im Blick. Mit Tagungen, Workshops zur beruflichen Fortbildung, aber auch mit Yogakursen, Künstlerwerkstätten, Tanz- und Kochkursen. Vor allem aber möchte er den historischen Eulenwohnsitz in Hörden zu einer Begegnungsstätte machen, die neben Kultur und Freizeit auch als Ausflugsziel viel Erholungswert zu bieten hat, mit einem Naturschutzgebiet in unmittelbarer Nachbarschaft.

Ein Projekt des

Unsere Partner und Unterstützer: